Sonntag, 12. November 2017

Die Welt aus der Sicht von mir, die Stella

Gestatten, ich bin die Stella und bin eine fitte 8 Jahre alte Jack-Russell-Terrier-Weibchen.
Hier lest ihr eine herzige und schnulzige Kurzgeschichte über mich.
Es mag für den einen oder anderen schnulzig sein, aber ich bin für mein Herrchen und Frauchen etwas ganz Außergewöhnliches.


Gestatten, ich bin´s!

Mein Herrchen und meine Frauchen planten damals einen Hund anzuschaffen, da sie trotz allem noch etwas vermissten.

Als sie bei meiner Züchterin fuhren stand an der Haustür ich, eine kleine süße, eifrig unterkrabbelnde, hell piepsende Wesen. Mein Fell glänzte, da hatte meine Mutter mich gerade fein sauber geleckt. Ich begann aufgeregt zu fiepsen, als mein Herrchen und meine Frauchen näher kamen. Ich wollte denen etwas mitteilen. Meine Mutter schien mit mir etwas überfordert zu sein. Ja, 10 Wochen mit mir waren auch lange genug.

Und das war der Anfang unserer Liebe. Liebe auf den ersten Blick. An diesem Tag war die Liebe geboren. Vorher hatte meine Frauchen nie einen Hund, die Eltern meines Frauchens interessierten sich nicht für Hunde und meine Frauchen hatte sich bis zum Tag noch nicht groß Gedanken über Hunde gemacht, obwohl sie immer gerne Tiere um sich hatte.

Es gibt so viele "berühmte" Altersgenossen. Namen wie "Lassie", "Beethoven" oder "Struppi" klingen meinen neuen Besitzer im Ohr. 
Sie kennen sie alle, weil sie populär geworden sind, durch Film und Presse. Stella, so nannten meine Besitzer mich, ich als Wesen, die zwar noch nicht in Hollywood war, es also nicht zu Weltruhm gebracht habe, die es aber verdient hätten, besonders erwähnt zu werden. Zumindest für meine Besitzer persönlich besteht da eine Notwendigkeit. Stella passte in dem Augenblick einfach zu meine Charakter. Stella ist eine Name, die fest auf den Boden stehend, die ausstrahlt. So denken meine Besitzer zumindest. 

Ich bin ein Hund, die vielem Betrachter, vor allem Kindern, das Herz höher schlagen lassen und Blicke stehen.

Meine Frauchen hat sich dann immer so gefreut, dass sie zu Hause schnell ihre Arbeitstasche in die Ecke geworfen hat, die Leine von der Schublade geholt und ich mit ihr spazieren gegangen bin. Ausgiebige Gassirunde über Felder und Wiesen machen uns und vor allem mich sehr glücklich und war das Nonplusultra in unserem Leben.

Ich habe manchmal Pfütze gesucht und wälze mich richtig darin. Meine Besitzer haben so das Gefühl, ich mache das absichtlich um sie zu ärgern. Das war dann für meine Frauchen immer der Anlass, mich zu Hause zu baden. Wie gesagt, meine Frauchen muss immer mitduschen, damit es nicht überall im Bad nass wird. Meine Besitzer hatten ja keine Badewanne. Das habe ich ich insgeheim immer ganz gerne, mit Schaum gerieben zu werden. Danach brauste sie mich mit warmem Wasser nochmal ab und rubbelte mich mit einem weichen Handtuch trocken. Nun aber nach jedem Baderitual muss ich immer groß schütteln. Trotz meines kurzen Fell ist überall an Fliesen und Möbeln Spritzer Wasser. Als ich dann fertig war, sah ich so richtig süß aus und ich wollte sofort wieder hinaus.

Jeden Tag gehen wir in die großzügig angelegten Garten. Wen ich nach draussen möchte drücke ich fest mit der Schnauze an die Terrassentür. Zu Leidwesen meines Frauchens muss sie immer wieder mit Scheibenreiniger reinigen, weil die Scheibe schnell durch meinen feuchten Schnauze verschmiert wurde. Ich blieb so lange unter dem Vorhang, die wie Brautschleier über meinem Kopf hängt, an der Tür, bis meine Frauchen geöffnet hat und mich raus ließ.

Ich nahm immer aufgeregt den Ball und meine Frauchen musste immer ganz oft werfen und ich habe sie immer geholt. Unermüdlich und immer mit Freude. Ich bin eine wahre Balljunkie. Meine Frauchen hat nie verstanden, warum Bälle zuwerfen meine Artgenossen dumm machen. Ich habe da einen ganz ausgeprägten Bewegungsdrang.

Ich bin eine ganz liebe und Freude erweckende Wesen, die seinem Herrchen aufs Wort hörte, wann es mir passt! Ich habe Talent Menschen auf die Nase zu tanzen. Wenn die Geräusch eines Postwagens näher kommt oder es klingelt, belle ich aus ganzem Leib und am Rande des Herzinfarktes meines Besitzers. Ich belle zuerst, bevor der Klingel angeht. Ich bin ein kleiner Wachhund, aber oho, die dem Einbrecher in die Flucht schlagen könnte. Ich wäre sehr gerne bereit dem Einbrecher zu jeder Tageszeit, ohne Wartezeit und sogar ohne Betäubung Organe zu entnehmen. Schmatz ... 

Auch würde ich am liebsten große, furchteinflößende und gefährliche Artgenossen kloppen. Sobald mein Artgenosse zu mir entgegen kommt, gehe ich schleichend auf sie zu und renne dann im Nu zu ihnen. Ich mutiere bei Hunden, die mir keine Sympathie wecken, zu einer wahren Schlägertyp mit einem großen Herz für Menschenswesen.

Manchmal werde ich auch Terrorhund genannt, wenn ich in aller Herrgottsfrühe meine Besitzer wecke. Ich wecke sie so lange, bis sie aufstehen und mit mir raus gehen. Ich versuche sie zu erschrecken, damit sie wach werden oder puste denen ins Gesicht. Oder kratze mit den Krallen ins Gesicht bis sie mit mir furchtbar schimpfen. So verzweifelt bin ich, als wären sie tot. Ich kann wirklich nicht warten.

Wenn ich müde bin und schlafen will, dann neben uns oder zwischen den Beinen. Manchmal bin ich auf allen Vieren in Luft, die Augen trotz Schlaf geöffnet und wackle mit einem Hinterbein, als wäre ich auf einer sonnigen Blumenwiese und hopse freudig wie ein Kaninchen in der hohen Wiese.

Wenn ich zum Beispiel etwas haben will, was auf dem Tisch kommt. Tief in den Augen des Herrchens schielend und wie auf Hypnose wirkend hocke ich neben sie, wenn sie essen und ich will auch etwas haben. Ich habe immense Begabung, dass vor allem mein Herrchen doch nachgeben muss und mir ein Stück Käse oder Wurst geben muss. Wenn meine Besitzer einmal heimlich vor der Kühlschranktür steht und Käsepackung öffnet stehe ich wie bei einem Quantensprung genau vor denen. Nicht zu vergessen, die Milchschnitte, das liebe ich auch sehr.

Ich kann Stimmungen innerhalb unserer Familie genau erkennen. Ich liege zufrieden auf dem warmen Fussboden, wenn Harmonie herrscht. Ich belle aufgeregt, wenn es mir etwas nicht passt. Ich seufze, wenn ich erkenne, dass meine Frauchen traurig ist und ich schmatze genüsslich, wenn mein Besitzer und in der Folge, dann ich zufrieden sind. Mittags liege ich "lang gestreckt" auf dem Rücken neben meinem Frauchen auf der Couch und halte mein Mittagsschläfchen.

Ich bin ein sensibles Wesen, sehr menschenbezogen und habe keine Interesse am Zusammenleben mit anderen Artgenossen. Wie gesagt, ich bin eine prügelnde Einzelgängerin.

Bei Zischrufe drehe ich meinen Kopf zur Seite, mache auf Kommando Pfötchen, Platz oder hole Ball.

Ich bin aufgrund der liebenswerten und lustigen Charakter eine wahre Clown und manchmal  auch eine ganz schlechte Schauspielerin. 

Wenn meine Besitzer Koffer packen bin ich freudig wedelnd hin und her laufend. Ich habe immer Freude an der neuen Umgebung.
Sobald die Autotüre aufgeht mag ich nicht hinein ins Auto. Autofahren war für mich immer eine Qual und während der ganzen Fahrt liege ich mucksmäuschenstill auf der Rückbank. Oder bin aufgeregt, wenn ein Kind dabei ist. 

Da ich eine Jack-Russell-Terrier bin besitze ich einen großen Jagdinstinkt. Ich bin schnell aufgeregt sobald ein Reh, eine Hase oder einen Eichhörnchen in der Nähe sind oder ihr in die Nase kommt. Da müssen meine Besitzer schwer aufpassen, wenn man mich nicht gerade an der Leine hat. Vögel scheuche ich gerne und lasse sie aber wieder in Ruhe sobald sie wegfliegen. 

Manchmal haben meine Besitzer das Gefühl, als wenn ich Geschöpf wäre, die genauso fühlen, denken und reagieren wie Menschen. NUR mit dem Unterschied, dass wir nicht sprechen, aber bellen können. 

Ich und meine Besitzer sind ein tolles Team. Jeden Tag sind wir zusammen losgegangen und haben immer viel erlebt. Und ich bin ein Hund, die immer Freude schenkt. Wauwau!

-Stella-




Fotoshooting im Juli 2017:




















Dienstag, 31. Oktober 2017

Prepaid-Ausweispflicht

Das am 1. Juli 2017 in Kraft tretende Prepaid-Ausweispflicht macht mich total wahnsinnig. Wie viele sicherlich noch nicht wissen, ist es aufgrund der Kampf gegen den Terror und Kriminalität durch den Gesetzgeber umgesetzt worden. Damals war es noch ohne Identitätsnachweis, also einfach mit Pin-Nummer und schon bist du mit dem Internet verbunden. Heute geht es nicht mehr. Jeder kann unter falschen Personalien mit Prepaid-Karten eindecken und anonym kommunizieren. Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz will so dem Missbrauch mit aufladbaren Karten schützen und hält an Telekommunikationsgesetz §111 fest, dass Prepaid-Inhaber die Identität mit gültigem Lichtbildausweis oder Reisepass nachweisen muss. 
Die Identität des Käufers lässt per Video-Ident feststellen oder lässt im Laden wie bei Aldi überprüfen. Bislang gilt die Ausweispflicht bei Prepaid nur in Deutschland. Man hofft, dass die anderen EU-Staaten mitziehen.​ Ich kann einerseits verstehen, dass man dadurch die Terrorismus und Kriminalität bekämpfen möchte, aber auf der andere Seite finde ich diese Art, wie man sich identifizieren muss, für Hörgeschädigte wirklich diskriminierend. 
Aufgrund des Anbieterwechsels und der Rufnummermitnahme bekommen wir erst am 3. November 2017 Internet bei Telekom. Damit wir nicht von der Außenwelt angeschnitten sind und damit wir noch ein bisschen Internet zum Bloggen, Mailen und Surfen haben beschlossen wir notdürftig Prepaid-Sim-Karte und Webstick von Aldi zu besorgen. Nicht aufs Schlimmste gefasst schlossen wir alles an bis uns auffiel, dass einer von uns beiden mit Ausweis identifizieren muss. Ok, wir nahmen diese Prozedere hin. Aber das Beste ist, wir müssen per Webcam auf dem Handy mit Callagent kommunizieren. Also ehrlich gesagt, wie soll das denn gehen auf so kleinem Bildschirm und sehr schlechtem Mundbild. Hallo, es gibt auf der Welt noch mehr Hörgeschädigte, die nur auf das Ablesen von den Lippen und Gebärdensprache angewiesen ist ...
So fuhr ich wohl oder übel zur Aldi und ließ mich von Personal mittels Tablet identifizieren. So weit, so gut. Bis wir dann zu Hause feststellten, dass der Verbindungsassistent veraltet ist. Wie sollten wir uns einen Aktuelleren herunterladen ohne funktionierende Internet? Auf dem Handy, und dann? Ein weiteres Problem war auch, dass ich 4-Wochen-Flatrate hinzubuchen wollte. Funktionierte auch nicht. Ich schrieb der Aldi-Hotline und deren Antwort bekam ich erst drei Tage später!!! Sollen wir so lange warten? Nee, bei Aldi gaben wir auf und versuchte währenddessen mit Lidl-Webstick. Wir fragten sicherheitshalber, ob man sich identifizieren müsse. Nee, das geht einfach mit PIN. Gut, so haben wir es gekauft. 
Es wurde schlimmer: man will mich nicht identifizieren lassen. Ich nahm Kontakt mit Hotline auf und mit WebIDent-Hotline. Ich darf nicht mit jemanden von Lidl per Webcam identifizieren. Also bat ich meine Nachbarin um Hilfe, damit sie für mich dolmetschen kann. Eine Callagentin sagt, das können wir nicht machen. Ich muss es alleine tun. Hallo? Wie soll das denn gehen? Wir erklärten ihr, dass ich hörgeschädigt bin und meine Nachbarin einfach nur für mich dolmetschen will. Nein, geht nicht. Dann wurde der Webcam schwarz. Ehrlich gesagt, das ist alles zum Verzweifeln. Wieder bei der Hotline angerufen und sie verwiesen auf Hotline von WebIDent. So rief ich am nächsten Morgen über Telefondolmetschdienst Tess die Hotline an. Da sagte man mir: "Totaler Blödsinn!" Und nahm meine Personalien auf. Später schrieb wiederum ein anderer Mann, ich soll mich mit Vodafone (Lidl-Simkarte) in Verbindung setzen. Ich fühlte mich immer mehr hilflos... wir wollen nur Internet surfen... heul, wimmer. 
Also, was denkt ihr darüber? Es muss wirklich nicht so weit kommen, dass wir Hörgeschädigten wieder zu unselbstständigen Menschen mutieren. Geht es nicht einfacher als über Webcam zu kommunizieren (dank dem schlechten Mundbild)? Wie z.B. Ausweis so deutlich wie möglich zu kopieren und dann per Mail versenden. Die Idee vom Gesetzgeber ist wirklich so miserabel wie noch nie. Und total diskriminierend. Die Terror und Kriminalität sind eine der schlechteste Idee aller Zeiten. Das macht alles nur komplizierter. Höchste Zeit, mal der Gleichstellungsbeauftragte der Stadt anzuschreiben und denen die Leviten lesen. 
Ist euch schon mal Ähnliches vorgefallen? Und dass immer verschiedene Leute am Ende der Leitung sind und keiner Bescheid weiß, worum es geht. Und Warteschleifen bei so großen Konzern ... Alle Leitungen überfüllt ... man, man, man ... Man müsse mehr Leute einstellen angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen. Die vielen Bezieher von ALG würden sich freuen, wenigstens etwas arbeiten gehen zu können. Oder auch nicht?

Dienstag, 24. Oktober 2017

Hühnersuppe gegen Erkältung

Der Herbst- und Winterzeit ist Erkältungszeit. Gerade zu meiner Erkältungszeit passt es frische Hühnersuppe zu kochen und ein Blogthema darüber zu verfassen: Tut gut für die Gesundheit – und für die Seele. Schon die Omas schwören darauf. Hühnersuppe schmeckt toll, wärmt und wirkt gegen Erkältung. Hühnersuppe wird schon seit Jahrhunderten als bewährtes Hausmittel bei Atemwegserkrankungen eingesetzt.

Hühnersuppe
Wohlschmeckende Hühnersuppe

Im Körper werden ganz bestimmte weiße Blutkörperchen, die für die Entzündungsabläufe mitverantwortlich sind, blockiert. Diese bestimmte weiße Blutkörperchen, die Neutrophilen, werden bei Virusinfektionen in großen Mengen freigesetzt. Sie lösen Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute in den oberen Atemwegen aus. Die wissenschaftliche Studie besagt, dass sich das in der Hühnerbrust enthaltene Aminosäure Carnosin positiv auf unsere Immunabwehr auswirkt. Dadurch können Krankheitserreger besser abgewehrt und bekämpft werden. 
Die Hitze der Suppe hilft, die Schnupfenviren zu bekämpfen. Die Viren sind temperaturempfindlich und werden so in ihrer Vermehrung gestoppt. Gleichzeitig befeuchtet der heiße Dampf die Schleimhäute, was den Abfluss des Sekretes in den Atemwegen fördert.
Wer noch mehr für den Geschmack und Gesundheit was tun will tun frisch geriebene Ingwer bzw. Chiliflocken rein. Die Schärfe der Chili aktiviert die Durchblutung der Schleimhäute und hilft zum Beispiel gegen eine verstopfte Nase. Ingwer besitzt einen Virenkiller-Effekt: Es wirkt vorbeugend und heilend. Außerdem wirkt Ingwer entzündungshemmend.

Für eine gute Hühnerbrühe braucht es Gemüse, Zeit und ein gutes Huhn. 

Man nehme: 

  • 1 Suppenhuhn oder 2-3 Hähnchenschenkeln
  • ca. 3 l Wasser
  • Bund Suppengrün (Lauch, Knollensellerie, Karotten und Petersilien
  • Salz
  • 1 Brühwürfel von Maggi ("Ochsenkopf" wie meine Oma das immer nennt, schmeckt für alle Suppen sooooo gut!)
  • 1 kleine Tasse Reis


Huhn gründlich waschen und abtupfen. Gemüse schälen und klein schneiden. Ins Kochtopf tun und 1 Std. klein köcheln lassen, die letzten 30 Min. Gemüse und Brühwürfel reintun und mitköcheln lassen. 
Dann Huhn aus der Suppe nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Haut entfernen und das Fleisch von den Knochen lösen. Das Fleisch klein schneiden und wieder in die Suppe tun. Mein Hund freut sich immer wenn ich ein Stückchen Fleisch für ihn aufhebe. 
Reis wie gewohnt kochen, abtropfen lassen und in die Suppe tun. 
Bei Bedarf nachwürzen mit Maggi Würze oder "Ochsenkopf". 

Lasst es euch schmecken und gute Besserung! 

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Paris

Stadt der Liebe und Hauptstadt der Savoir Vivre


Eine Wochenendreise und ein Geschenk an meine Mutter zu ihrem 60. von mir und meinem Mann.
Wir hatten eine ganz lange Wochenende mit strahlend blauer Himmel mit viel Sonnenschein und Wärme. Das war ein richtiger goldener Oktober. 

Hier sind auch Tipps von mir aufgeführt, welche Sehenswürdigkeit man gesehen haben muss:

Unterkunftsmässig bezogen wir die 3 Sterne-Hotel namens Apogia. Wir waren begeistert, schon von den Sternen her, wie toll und sauber der Hotel war. Gebucht hatte ich es über Hotelgutscheinanbieter Animod.de. Wir bekamen Einzelbetten, die man zusammen legen kann. Es gab ein internationales Frühstück, wie man es auch von anderen Hotels her kennt. Begeistert war ich von diesen frischen Ananas. Leider konnte Rezeptionspersonal kein Deutsch, aber wir konnten uns sehr gut in gebrochenen Englisch und Französisch mit Gebärden verständigen. Zu meiner Überraschung gab es ein sehr kleines Raum mit nur zwei Fitnessgeräte, weil auf der Website groß von Wellness und Fitness gepriesen wird. Der Hotel besitzt ein großes Foyer und man hat auch im Zimmer immer freies W-LAN. Das Hotel liegt im Pariser Vorort Ivry sur Seine. 

Man erreicht prima mit dem Bus (der Bushaltestelle befindet sich genau am Hotel) den Bibliotheque François Mitterrand zum Metrostation und man kommt von dieser Metrostation zu allen bekannten Sehenswürdigkeiten. Wenn man aber ganz bequem mit dem Taxi vom Flughafen zum Hotel oder zurück möchte muss man mit 70 Euro pro Taxifahrt rechnen.

Sauf-Straßenschild
Willst du mit mir saufen? ;-)

Den ersten Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang zu Parc des Cormailles und tranken dort Kaffee draußen in der Sonne vor der Café de la Gare und beobachteten die Hektik der Menschen, die von und zum Bahnhof liefen. Diese Café und die Lage erinnert mich an die Charme der verlorenen Zeit.


Cafe de la Gare
Cafe de la Gare am Park

Am zweiten Tag standen wir ohne Wecker ziemlich früh auf, am Buffett war es noch ruhig. Nach dem Frühstück fuhren wir als Erstes am Place du Trocadero Nähe Eiffelturm. Der Platz erhielt den Namen im Gedenken an die Einnahme der Festung auf der Isla del Trocadero während der frz. Invasion in Spanien durch die französische Armee im Jahre 1823. Das Palais am Platz du Trocadero wurde für die Weltausstellung 1878 gebaut. Die beteiligten Nationen nutzte den Platz für die Propagandazwecken bei der Weltausstellung im Jahre 1937. 

An der Eiffelturm standen an allen Seiten Menschenschlange, so dass wir schade fanden mit an der Schlange zu stehen um hoch zu fahren. Wir wollten die Zeit ja nicht verschenken. Vom Eiffelturm schlenderten wir zum Park. Saßen dann am Café und lassen den Blick auf die Eiffelturm und die vorbeigehenden Menschen schweifen. Eiffelturm ist für jedes Kind bekannt und da brauche ich nicht näher zu erläutern.


Eiffelturm am Champ de Mars
Eiffelturm am Champ de Mars

Dann gingen wir weiter zum Parc du Champ de Mars (einst Exerzier- und Paradegelände der benachbarten Militärschule) an der Ecole Militaire (Militärschule, dort wurde u A. Napoleon ausgebildet) vorbei zum Invalidendom. Davor war ne Einlasskontrolle. In Paris wird mittlerweile angesichts vieler Anschläge in letzter Zeit sehr streng kontrolliert. Überall sah man Militär-, Sicherheits- und Polizeibeamten. Trotzdem könnten wir uns frei und sicher bewegen. Im goldgekuppelten Invalidendom befindet sich das Grab von Napoleon. Wenn man aber reingehen möchte, kostet es 12 Euro Eintritt (einschließlich weitere Museeneintritte). 


Invalidendom
Invalidendom *schwärm*

Dann schlenderten wir gemütlich Richtung Montparnasse. Montparnasse ist eine in Mode gekommene Künstlerviertel zwischen den zwei Weltkriegen. An der Boulevard du Montparnasse Nähe Tour Maine-Montparnasse (einziger Wolkenkratzer in Paris) aßen wir etwas, bevor wir zum Cremeterium Montparnasse gingen. Dort sind berühmte Persönlichkeiten u. A. Jean-Paul Sartre, André Citroën, Samuel Beckett begraben. 


Cremeterie Montparnasse
Cremeterie Montparnasse

Es ging weiter zum Saint Germain des Pres, wo wir zum Jardin du Luxemburg (schönste und beliebteste Gartenanlage von Paris) gingen. Dort stand der Palais du Luxemburg, benannt wurde der Park nach dem und dient als Senat und Wechselausstellungen. 


Palais du Luxemburg
Palais du Luxemburg

Jardin du Luxemburg

Weiter dahinter war in Schatten liegende Fontaine de Medicis, ein Brunnen im Stil italienischer Grotten. Am Park legten wir eine kleine Pause im Schatten ein und anschließend gingen wir an Pantheon; eine kuppelförmige Kirche und wird auch als Ruhmestempel großer Franzosen bezeichnet, und gingen vorbei zur Sorbonne, wo einst Prinzessin Charlotte von Monaco studierte. Eigentlich hatten wir vor zur Café Flore oder Cafe Deux Margots (legendär, Lieblingsorte für Künstler, Schriftsteller und Feministinnen) der Boulevard St. Germain des Pres zu gehen um Crêpes und Eis zu essen. Aber da fielen wir aus allen Wolken: Preise in astronomischen Höhen! Wir saßen schon da und gingen doch lieber weiter.


Cafe de Flore
Cafe de Flore

Wir gingen vorbei an eindrucksvollen Hotel de Ville (Pariser Rathaus) wo einst der ehemalige Staatspräsident Jacques Chirac 18 Jahre lang als Bürgermeister residierte.
Ach ja, die als modern gepriesene Centre Pompidou („Kulturfabrik“ wo Museen und Ausstellungen beherbergt sind) wollten wir auch mal angeguckt haben und erwiesen sich als Enttäuschung. Die vielen Röhren um das Architektur herum erinnert irgendwie an Dauer-Baustelle. Da sind mir historische Bauten viel lieber. Dann fuhren wir mit dem Metro zu St. Michel-Notre Dame. Besichtigten diese Kathedrale Notre Dame, aber rein gehen wollten wir auch nicht, da wieder Warterei vor der Kathedrale.


Notre Dame
Notre Dame

Da wir bereits 23.000 Schritten gelaufen sind und die Füsse weh taten nahmen wir Rikscha und ließen zum Pont Neuf, älteste Brücke von Paris, und das Kaufhaus Samaritaine chauffieren. Leider ist zur Zeit Baustelle im Kaufhaus. Da machten wir Pause in der Nähe bevor wir wieder zurück zum Hotel fuhren. 

Am vorletzten Tag fuhren wir mit dem Metro zum Place de la Bastille mit Julisäule in der Mitte, ist eine jener französischen Erinnerungsorte, wo wir zum Viertel Marais, einem der schönsten Pariser Viertel, liefen. Wir bewunderten die Places des Vosges (schönster Platz in Paris). Dann gingen wir zur Rue des Rosiers zum jüdischen Viertel. Von da aus ging es weiter zur Louvre. Im Carousel du Louvre befand sich abgesenkten Pyramide in Glas. Im Chocolaterie Maxim‘s muss ich einmal die französischen Macarons gekauft haben (11,50 für 6 Macarons). Jaja, Mama hat es mir spendiert. 


Macarons bei Maxim´s
Macarons bei Maxim´s

Die Louvre selbst ist wirklich prächtig und grenzt an Jardin du Tuilieres (Gartenanlage). Wir waren am Café in diesem Garten, haben da Päuschen eingelegt und aßen Eis und Crêpe Nutella. Dann wollten wir am großen Brunnen weitere Pause einlegen, weil die Sonne so schön mit uns lachte. Am Brunnen befand sich auch der Orangerie (dort hängen auch Gemälde berühmter Meister) und Jeu de Paume („Ballspielhaus“ zur Zeit Napoleons).


Louvre
Louvre

Weiter ging es zum Place de la Concorde mit dem imposanten Obelisk (Geschenk von Ägypten an Paris), wo einst Guillotine stand und Marie-Antoinette und Ludwig XVI. hingerichtet wurde. Wir gingen zum pompösesten Brücke Pont Alexandre III und Grand/Petite Palais (entstanden zur Weltausstellung 1900). 


Am Pont Alexandre III
Am Pont Alexandre III

Angrenzend befand sich Champs Elysees mit deren eindrucksvollen von Napoleon errichten gelassene Arc de Triumphe. 

Arc de Triomphe
Arc de Triomphe

Auch wollte ich einmal zum bekannten Laduree (Macarons!!!) und dreimal dürft ihr raten: da muss man auch anstehen!!!

Dann fuhren wir mit dem Metro zu den Kaufhäusern Galeries Lafayette und Printemps. In der Mitte von Galeries Lafayette ist es prunkvoll mit Kuppel überdacht. Da lohnt es sich da mal rein zu gehen. Wir gingen hoch auf dem 7. Stockwerk zur Dachterasse und da hat man einen tollen Aussicht auf ganz Paris. dakann man sich zB. das Hochfahren mit Eiffelturm oder Triumphbogen ersparen. 


Kuppel in der Galeries Lafayette
Kuppel in der Galeries Lafayette

Am Abend ließen wir uns draußen vor dem Restaurant am St. Michel bei einem Wein die Revue des Tages passieren und beobachteten die Menschen und rege Pariser Verkehr.


Notre Dame im Lichtermeer
Notre Dame im Lichtermeer

Am letzten Tag blieben uns noch viel Zeit übrig und gingen zum Stoffkaufhaus „Marche Saint Pierre“. Ein Tipp für alle Näh- und Stoffenthusiasten! Ein wenig enttäuscht war ich von der wenigen Jersey-Kinderstoffauswahl. An der Straße waren noch mehrere Stoffgeschäfte. Wir gingen weiter hoch zum schönen Sacre Coeur (kuppelförmige Basilika) und genossen wieder ein Ausblick auf Paris. Da wo Sacre Coeur befand sich das nostalgische Viertel Montmartre. 


Sacre Coeur
Sacre Coeur

Wir gingen entlang der Gässchen, vorbei am Museum, wo sich auch der Seerosengarten befand, in der Claude Monet das Seerosenbild malte. Dort wurde auch „Die fabelhafte Welt der Amelie“ gedreht. Wir gingen vorbei am kleinen Weinberg in Montmartre. Es ist ein einziger Weinberg in Paris und dort werden etwa 500 Flaschen Wein abgefüllt. Die Flaschenweine werden zu Wohltätigkeitszwecken, auch manchmal bis zu 3000 Euro pro Sechserkiste versteigert. Unser Endstation unserer Paris-Reise war Moulin Rouge (rote Mühle), einer Tanzlokal in der roten Mühle, wo nie Mehl gemahlen wurde. Dort saßen wir ein bisschen und genossen die Sonne, bevor es zurück zum Flughafen ging. Weiter an der Straße ist ein Rotlichtviertel.


Moulin Rouge
Moulin Rouge

Was man auch machen sollte, wenn man erneut nach Paris fliegt oder noch länger dort bleibt: Seine-Bootstour (am Abend, wenn es dunkel ist ist es stimmungsvoll bei den Lichtern) und statt Bustour Top Stop nimmt man sich normale Bus-Fahrkarten und fährt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Das ist wesentlich günstiger. 
Für unter 26 jährigen sind Museumseintritte frei! Ebenfalls kann man Sacre Coeur, Cremeterien und der finsteren Katakomben, wo Skelette in Reih und Glied aufgeschichtet sind, kostenlos besichtigen. 
Toll ist es auch im Dunkeln am Eiffelturm zu sein (ich weiß, es ist verrückt, aber Achtung, es ist verboten den beleuchteten Eiffelturm in Bild zu veröffentlichen (siehe Urheberrechtsgesetz!))
Ich kann nur sagen, kulinarisch ist Paris ein teures Pflaster, aber wenn ihr Lokals in grosse, bekannte Plätze, wo sehr viele Menschen sind oder in der Nähe von bekannten Sehenswürdigkeiten meidet, kommt ihr günstig herum. 



Wie findet ihr Paris? wart ihr schon mal dort? Gibt es weitere Tipps, den man beherzigen könnte? Dann schreibt in den unterstehenden Kommentaren ... Ich würde mich freuen!

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Matcha Latte mit Sojavanillemilch

Mein heissgeliebter Trendgetränk und schmeckt super, wenn der Tee noch warm ist. 
Ein echter und guter Matchatee kommt aus Japan, nicht zu verwechseln mit chinesischem, da japanisches qualitativ besser und echt ist. 


Matcha Latte
Matcha Latte
Meine Schwägerin, die Bezug zu Japan hat hat mir aus ihrem letzten Urlaub in Japan Matchatee und Chasen (Matchabesen aus Bambus) mitgebracht, weil ich ihr begeistert erzählte, wie gut mir Matcha Latte mit Sojavanillemilch schmeckt. In Japan sind diese Tee günstiger als hier in Deutschland (schon wegen der Import!).

Matchatee wird gemahlen verkauf und stammt aus den zarten Blattspitzen des Tencha Tees (Grüntee). Ursprünglich bereiteten buddhistische Mönche Matcha zu, später wurde er zum Lieblingsgetränk der Samurai und dann fester Bestandteil der japanischen Teezeremonie – auch heute noch und von Promis gerne getrunken, weil es gesund ist und gut schmeckt! 

Eine Schale Matcha enthält circa 3 % Koffein. Das Grünteepulver hat eine angenehm belebende Wirkung. Ist aber für Schwangeren ungeeignet! 
Außerdem soll Matcha entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken. 

Man findet Matchapulver in den Drogerien, Teehäuser oder Reformhäuser. Allerdings ist es aufgrund seiner aufwendigen Herstellung nicht ganz günstig. Abgesehen vom Anbauen und Pflücken dauert es etwas eine Stunde um aus Tencha Tee rund 30 g Matchapulver zu gewinnen. Daher zahlt man für eine kleine Dose oder Päckchen mindestens um die 10 Euro (gesehen bei DM). Bei günstigeren Produkten ist Vorsicht (nicht zu verwechseln mit unechtem chinesischen Matchas) geboten. Am besten lagert man Matcha luftdicht verschlossen und lichtgeschützt. Japaner bewahren Ihren Matcha auch im Kühlschrank nachdem sie es geöffnet haben. 

Matcha-Tee kann auch pur, also nur mit Wasser aufgegossen getrunken werden oder damit kann man wirklich auch backen, zB. Kekse, Kuchen oder Macarons ... Matcha Latte nennt sich das Getränk dann mit Milch und lässt sich super einfach zubereiten. Man kann Soja- oder einfach Kuhmilch verwenden. Mir schmeckt das mit Sojamilch (Vanillearoma) am besten. Er schmeckt meist auch denen, die sich bislang nicht mit gewöhnlichem Grüntee anfreunden konnten, weil sie ihn zu herb oder zu bitter oder gar geschmacklich uninteressant fanden. 

Siehe Rezept hier: 

½ TL Matchapulver
50 ml heißes Wasser
200 ml aufgeschäumte Soja- oder Kuhmilch (Reis-, Mandel-Kokosmilch gehen auch, da sind die Geschmacksfantasien keine Grenzen gesetzt!)

Matcha in eine kleine Schale geben und mit 50 ml heißem Wasser verrühren. Klumpfrei wird es mit einem Bambusbesen ("Chasen") in einem kleinen Schüsselchen verrührt. Flüssigkeit in ein Glas oder Becher füllen und anschließend aufgeschäumte Soja- oder Kuhmilch hinzugeben.

Matcha Latte ggf. mit Honig, Zucker, Stevia oder Agavendicksaft (vegan) süßen. Vanille-, oder Karamellsroma tun auch was! Probiert es einfach aus! Ihr werdet begeistert sein!

Schon probiert? Schreibt mir von Eurem Gaumenerlebnis mit Matcha Latte!